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3 Gründe, warum Sie keinen Zugang zu Ihren Mitarbeitern haben

3 Reasons Why You May Be Disconnected From Your Employees

Vor der Pandemie hatten sich die Erwartungen der Mitarbeiter rapide geändert. Die Top-3-Prioritäten waren: flexiblere Arbeitszeiten, Optionen für das Arbeiten aus dem Homeoffice und ein besseres Bewusstsein für psychische Gesundheitsprobleme. Das geht aus einer Mitarbeiter-Umfrage der professionellen Personalfirma AON im vergangenen Jahr hervor. 

Schwer vorstellbar, dass diese drei Bereiche nicht immer noch ganz oben auf der Liste stehen. Von Remote-Arbeit über Entlassungen und Neubesetzungen bis hin zu beurlaubten Mitarbeitern, die wieder in die Arbeitswelt eintreten – COVID-19 hat unsere Arbeitsweise dramatisch verändert. Die generelle Unsicherheit verstärkt für Arbeitgeber die Notwendigkeit, sich auf einer tieferen Ebene mit den Arbeitnehmern in Verbindung zu setzen und in den wichtigsten Bereichen aktiv zu werden. 

Die große Herausforderung ist allerdings, eine Distanz zu überbrücken, die bereits lange vor der globalen Pandemie entstanden war. Eine kürzlich von Gartner durchgeführte Studie ergab, dass nur 29% der Mitarbeiter dieser Aussage zustimmten: „Die Personalabteilung versteht, was Menschen wie ich brauchen und wollen.“ Und ein Forschungsbericht aus dem Jahr 2019 zum Thema Mitarbeitererfahrung, den ich während meiner Zeit bei ServiceNow angeführt habe, ergab, dass nur 40% der Mitarbeiter „das Gefühl haben, dass ihr Feedback gehört und umgesetzt wird“. Die Studie zeigt zudem, dass die Distanz bei Unternehmen mit Mitarbeitern in schreibtischlosen Positionen und für große Organisationen immer größer wird. Das bedeutet: Arbeitsbedingungen, in denen sich Mitarbeiter weniger umsorgt fühlen und zunehmend weniger Möglichkeiten haben, Feedback auszutauschen, treiben die gefühlte Trennung an. 

Viele Mitarbeiter haben sich in Remote-Situationen eingearbeitet und werden, wenn Unternehmen jetzt wieder zurück in Betrieb gehen, verstärkt neue Rollen und Prozesse annehmen. Das bedeutet, dass ein kontinuierlicher Dialog für die Schaffung von Vertrauen und Konnektivität immer wichtiger wird.

Doch was ist der erste Schritt für diese neue Konversation und für ein besseres Mitarbeiter-Engagement? Arbeitgeber müssen zunächst verstehen, wodurch die Distanz entstanden ist. 

Drei Gründe, für den fehlenden Zugang zu Mitarbeitern

  1. Seltenes Feedback: Gartner bestätigt einen Rückgang der jährlichen Umfragen, die als echte Indikatoren für die Vorgänge am Arbeitsplatz gelten. Für eine genaue Darstellung werden sie nicht häufig genug durchgeführt. Auch wenn sie solide Vorhersagen des Mitarbeiterverhaltens zur Erkennung allgemeiner Trends liefern: Sie veranschaulichen isolierte und fragmentierte Ansichten der tatsächlichen Erfahrungen. Oft scheitern sie bei der Früherkennung von ersten Rückzugs-Anzeichen, der Identifikation von Meinungsführern oder Kritikern sowie der Lokalisierung von Mustern in denen sich die Einstellungen der Mitarbeiter ändern.
  2. Ungenauigkeit und Vermutungen: Wir gehen davon aus, dass wir aufgrund fundierter Vermutungen oder jährlicher Umfragen wissen, was Mitarbeiter wollen. Dabei fehlen uns jedoch “Moments of Truth”, die in Umfragedaten nicht immer offenbart werden. Die tägliche Erfahrung der Mitarbeiter kann sich aufgrund bestimmter persönlicher oder beruflicher Umstände dramatisch verändern. Einschneidende Veränderungen im Privatleben wie die Geburt eines Kindes oder im Unternehmen durch neue Führungskräfte, können Gefühle auslösen, die die Einstellung der Mitarbeiter zu ihrer Arbeit verändern. Von jenen Mitarbeitern, die einschneidende Veränderungen erlebt haben, waren mehr als die Hälfte — und manchmal mehr als drei Viertel — mit der Reaktion ihrer Arbeitgeber auf diese Ereignisse unzufrieden. Tatsächlich geben zwei Drittel der Beschäftigten an, dass ihr ehemaliger Arbeitgeber laut ServiceNow-Bericht kein Austrittsgespräch durchgeführt hat.
  3. Langsame oder fehlende Antworten: Mit HR-Erfahrungstools der ersten Generation konnten Mitarbeiter lange Umfragen senden und Erkenntnisse sammeln. Um eine echte Analyse zu erhalten, mussten die Daten allerdings dann manuell aus unterschiedlichen Systemen zusammengeführt werden. Dies führte zu langen Vorlaufzeiten, bevor überhaupt Maßnahmen ergriffen werden konnten. Auch wenn die Daten vorhanden waren: Da die Analyse langsam und langwierig war, erwiesen sich die Erkenntnisse, die zu schnellen Maßnahmen führen konnten, als begrenzt. Oft wurden gar keine Maßnahmen ergriffen. Oder wenn welche initiiert wurden, dann zu spät für echte Auswirkungen – was wiederum die Distanz zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber erhöhte.

Überbrückung der Kluft und Förderung des Mitarbeiter-Engagements

Ein kontinuierliches Zuhören ist während der gesamten Angestelltenlaufbahn unabdingbar: Um ein enges Verhältnis zu bewahren, sollten Sie es Ihren Mitarbeitern ermöglichen, Probleme und Ideen sofort zu artikulieren. Die Einbindung der Mitarbeiter und deren bevorzugten Geräten, ermöglicht die Erfassung des breitesten Signalsatzes und ist entscheidend für die Erhöhung der Feedback-Häufigkeit.

Allerdings ist nicht nur die Erfassung von Signalen ausschlaggebend. Es ist vielmehr die Analyse und die Fähigkeit, die Erkenntnisse in Maßnahmen umzusetzen, die einen echten Einfluss auf Belegschaft und Arbeitsumfeld haben können. Unternehmen, die ein ganzheitliches Mitarbeitererlebnis bieten und das Engagement ihrer Mitarbeiter verbessern, stellen ihre Kunden mit einer doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit zufrieden. Laut Untersuchungen von Deloitte sind sie um 25% profitabler.


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